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Kontakt: Kunstverein Donnersbergkreis e.V.   Vereinsregister VR11395 AG Kaiserslautern
Vorsitzender und Geschäftsführung: Reinhard Geller, Bahnhofstraße 14, 67308 Zellertal
Telefon: 06355 989411; EMail: rg@reinhardgeller.de
Der Kunstverein Donnersbergkreis e.V. nimmt den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und hält sich strikt an die Regeln und Gesetze zum Datenschutz. Auf dieser Website werden an keiner Stelle personenbezogene Daten erhoben. Sämtliche Kommunikation zwischen Ihnen und uns wird über persönliche Email-Accounts abgewickelt. Sollten Sie uns im Rahmen eine Mitgliedschaft Ihre persönlichen und zur Erfüllung des Vereinszweckes notwendigen Daten übermittelt haben, dann werden diese bei uns ausschließlich zu den satzungsgemäßen Vereinszwecken verwendet, insbesondere, um Sie über Veranstaltungen des Kunstvereins zu informieren. In keinem Falle geben wir Ihre persönlichen Daten an Dritte weiter. Ihre Daten werden bei uns sicher verwahrt entsprechend den Vorgaben der Gesetze.
Sie haben jederzeit das Recht, Auskunft über Ihre Daten oder Löschung zu verlangen. Wenden Sie sich diesbezüglich an: Reinhard Geller, Bahnhofstraße 14, 67308 Zellertal, Telefon: 06355 989411, Mail rgeller@die-tonaufnahme.de: .Eine ausführliche Datenschutzerklärung finden Sie hier.
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Kunst in der Krise
Nein, die Kunst selber ist nicht in der Krise, oder sie ist es ständig. Wir wollen hiermit darauf hinweisen, dass fast alle Kulturschaffenden durch das aktuelle Kontaktverbot von ihren üblichen Einnahmequellen abgeschnitten sind. Das ist in der Tat dramatisch. Deshalb rufen wir auf:
Jetzt ist die Zeit, Kunst zu kaufen!
Nicht, weil man jetzt ein Schnäppchen machen könnte, sondern weil es sonst nach der Krise vor allem eines gibt: Insolvente Künstler:innen.
Der direkte Weg zu unseren Künstler:innen ist:
Unter Beachtung aller Vorsichtsregeln sollte es kein Problem sein, sich etwas auszusuchen. Eine kleine Arbeit passt immer noch an die Wand oder wäre ein sinnreiches Geschenk. Und in Zeiten des Umbruches sollte man auch mal über ein größeres Werk nachdenken.
Es könnte helfen, die Perspektive zu ändern.
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Blindflug
Wir haben uns zu Jahresbeginn eine kleine Fastenzeit verordnet und Zurückhaltung geübt. Es sind ja wahrhaft genug Fachleute und Nachrichten unterwegs, die eine Beschreibung der Lage versuchen.
Wir erleben Schaukämpfe und Charaden, dass man geneigt ist, schon das als kollektive Performance zu begreifen. Aber es ist nicht so.

Wir bedauern aber schon das Fehlen von Souveränität, die nichts mit Besserwisserei oder Durchsetzungsvermögen zu tun hat. Eher mit klaren Gedanken über das, was ist und wie man damit pragmatisch umgeht. Das Ziel scheint immer noch zu sein, am Ende wieder am selben Fleck zu stehen, wie vor der Seuche. Wenn das so kommen sollte, wäre diese völlig umsonst, sinnlos gewesen.

Beispiel: Warum ergreift man nicht die Gelegenheit, untaugliche, schädliche Geschäftsmodelle zu entsorgen? Warum muss man, nur als Beispiel, einer pandemischen Kreuzfahrtindustrie Milliarden in den Rachen werfen, wo doch allen klar ist, dass diese eine Nachhaltigkeitskatastrophe ist und gesellschaftlich keinerlei Nutzen generiert? Mit diesen phantastischen Summen könnte man sinnreiche und nachhaltige Geschäftsideen fördern, die mühelos die verlorenen Arbeitsplätze ersetzen würden.
Show must go on
Wir haben in der Fastenzeit aber nicht abgehängt; wir haben uns Gedanken gemacht und ausgetauscht, um reale Perspektiven für Künstler in irrealen Zeiten zu finden. Wir sehen aller Orten den unbedingten Willen, nicht unterzugehen.
Auch wir wollen wieder aktiv Kunst für die Menschen machen, ob mit oder ohne Maske.
Unsere Frühjahrsausstellung soll zur geplanten Zeit stattfinden, von 30.4. bis zum 16.5. (vorläufige Daten). Aber uns ist die Orangerie als Ausstelungsort abhanden gekommen. Sie ist jetzt Teil des Impfzentrums. Wir haben deshalb Ausschau gehalten nach Alternativen. Die gibt es und werden derzeit inspiziert auf Tauglichkeit für unsere Zwecke.
Thema der Ausstellung wird sein: Corona-Stipendien. Das Land hat ja in drei Runden Projekt-Stipendien an KünstlerInnen aller Sparten angeboten, und einige unserer Mitglieder haben diese Stipendien auch benatragt und bekommen. Es ist also dadurch einige Kunst entstanden, die ohne Corona vielleicht gar nicht oder zumindest anders, normaler, entstanden wäre. Die Ausstellung will tatsächlich erforschen, ob es da erkennbare Zeichen der Seuche in der Kunst gibt. Und sie will auch dieser Unterstützungs-Aktion des Kulturministeriums eine Öffentlichkeit geben. Es gab ja viel zu bemängeln. An dieser löblichen Aktion aber höchstens, dass sie immer noch zu mager ausgestattet ist.

Was bedeutet die Corona-Krise für uns als Kunstverein?

Wir hatten bereits beim ersten Lockdown beschlossen, trotz aller Unwägbarkeiten am Termin der Ausstellung "Orangerie VIII" Ende April '20 festzuhalten. Das hatte weder mit Ignoranz noch Leichtsinn zu tun. Es sollte ein Symbol dafür sein, dass es irgendwie weitergehen muss und kann. Vor allem aber ist es für alle Künstler:innen ein Zeichen, dass sie nicht einfach weggelassen werden, weil es halt mal so ist. Wir erlebten, wie schnell ganz viele Veranstaltungen schon im März für Herbst und Winter, abgesagt wurden, ohne irgendeine Form von Kompensation für die beteiligten Künstler:innen. Die Hilfen für Kulturfördervereine des Landes für Vereine wurden sogar daran geknüpft, dass zunächst alle anderen Möglichkeiten der Vermeidung von Kosten ausgeschöpft werden. Das hieß, wer ohne vertragliche Verpflichtung ein Ausfallhonorar bezahlt, sollte vom Land keine Hilfe bekommen. Ganz offen: Wir verstehen das nicht! Für was soll ein Kunstverein gut sein, für was soll ein Kulturministerium gut sein, wenn man in so einer Notsituation seine Künstler:innen einfach sich selbst überlässt? Es stellte sich - sehr langsam - dann doch bei den Verantwortlichen die Erkenntnis ein, dass der Kulturbereich ein wesentlicher systemrelevanter Part der Gesellschaft und Wirtschaft ist. Auch das Kulturministerium hat einiges nachgebessert. Ausreichend ist das alles aber noch lange nicht.

Für uns heißt das: Wir halten an den eingegangenen Verabredungen fest, zahlen für den Fall eines Ausfalls der Veranstaltung trotzdem das Honorar und sind fest davon überzeugt, dass die betroffenen Künstler:innen uns das auf die eine oder andere Weise wieder zurückgeben werden.
Es ist eine spannende Zeit! Die Kunst wird auch dazu etwas zu sagen haben.